Der
Frauenzimmerbau wurde im zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts
unter Kurfürst Ludwig V., vermutlich an der Stelle eines älteren
Gebäudes, zwischen Ruprechtsbau /Bibliotheksbau und
der ersten Schloßkapelle (später Friedrichsbau)
errichtet und enthielt einen großen und repräsentativen Festsaal
(Tafelstube). Seinen Namen hat er von den Damen des Hofs,
die im 17. Jahrhundert hier ihre Gemächer hatten.
Nachdem
das ganze Erdgeschoss vom Festsaal eingenommen wird, kann
man annehmen, dass die Obergeschosse allenfalls in Fachwerk
und entsprechender Leichtbauweise gehalten waren.
Bestimmendes Kennzeichen des Gebäudes waren
die Standerker auf Nord-, West und Südseite, die sowohl
die Außenwirkung
des Gebäudes und seine Ansicht von der Stadt her erhöhten
als auch im Innern einen freien Blick über das Herrchaftsgebiet
der Ungebung erlaubten.